22.11.2025 - 20:00Uhr
Neat, Alarm rot, B99 101, Brand Reisezug, ÜBUNG CONSENSUS.
Mit dieser Einsatzmeldung startete für die Feuerwehr Raron-Niedergesteln die gross angelegte Übung «Consensus» im NEAT-Lötschbergtunnel.
Im Zentrum der Übung stand der Führungsrhythmus sowie die geordnete Evakuierung eines Reisezuges. Zu diesem Zweck wurde die Vorortleitstelle, kurz VOLS, in Betrieb genommen und von verschiedenen Partnerorganisationen betrieben. Dazu gehörten das KAF, die Polizei, der Zivilschutz und die Sanität.
Für den Einsatz im Tunnel auf der Walliser-Seite kam der LRZ der SBB aus Brig. Unterstützt wurde er durch zwölf Angehörige der Bahngruppe. Die Hauptaufgabe der Intervention auf Walliser Seite bestand in der Brandbekämpfung, da der Rauch in Richtung Bern abströmte. Die Kameradinnen und Kameraden aus dem Kanton Bern übernahmen entsprechend die Evakuierung der Personen auf ihrer Tunnelseite.
Die Übung «Consensus» zeigte eindrücklich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen im Ereignisfall ist. Dank klaren Abläufen und guter Koordination konnte das Übungsszenario erfolgreich bewältigt werden.
14.11.2025 - 20:00Uhr
Am 14. November 2025 nahm unsere Feuerwehr gemeinsam mit der Stützpunktregion Gampel-Steg an einer Realbrandausbildung im Regionalen Feuerwehr-Ausbildungszentrum in Thun teil. Beteiligt waren Einsatzkräfte aus dem Lötschental, aus Turtmann, aus Gampel-Steg sowie unsere Mannschaft aus Raron-Niedergesteln. In mehreren Ausbildungsmodulen wurden verschiedene Löschtaktiken unter realen Bedingungen geübt.
Die Übungen fanden in brandfesten Containern statt, die mit Holz befeuert wurden. Dadurch entstand eine realistische Hitzeentwicklung, dichte Rauchschichten und ein Verhalten der Flammen, wie es auch in echten Einsätzen vorkommt. Die Teams konnten dabei wichtige Erfahrungen sammeln, etwa beim Vorgehen mit der Wärmebelastung, beim Lesen des Brandverlaufes sowie bei der Wahl der passenden Löschtechnik.
Im Vergleich zu einer Gasbrandanlage wie in Grone bietet eine mit Holz befeuerte Anlage mehrere Vorteile. Das Feuer verhält sich natürlicher und unberechenbarer. Dadurch lassen sich Phänomene wie Rauchdurchzündungen, Wärmeschichten und Strahlungshitze wesentlich realistischer erleben. Die Einsatzkräfte erhalten ein besseres Gefühl für das Verhalten eines echten Brandes und können ihr taktisches Vorgehen entsprechend verfeinern. Die Arbeit im echten Feuer stärkt zudem das Vertrauen in die persönliche Schutzausrüstung und fördert die mentale Belastbarkeit.
Die gemeinsame Ausbildung mit den Partnerfeuerwehren der Stützpunktregion war ein wertvoller Erfahrungsaustausch und eine gute Vorbereitung auf zukünftige Einsätze. Wir danken dem Team des RFA Thun für die professionelle Begleitung und den Kolleginnen und Kollegen für die engagierte Zusammenarbeit.
05.10.2025 - 12:00Uhr
Am Samstag, 4. Oktober 2025, feierte der Oberwalliser Feuerwehrverband (OWFV) sein 100-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wurde die Kleegärtenstrasse in Visp auf rund 800 Metern Länge in eine grosse Feuerwehrmeile verwandelt. Zahlreiche Feuerwehren aus dem Oberwallis präsentierten sich mit spannenden Themen und Aktionen.
Trotz kühler Temperaturen blieb das Wetter trocken, sodass viele Besucherinnen und Besucher, besonders Kinder, die verschiedenen Stände und Aktivitäten geniessen konnten.
Auch die Feuerwehr Bietschi war mit einem eigenen Stand vertreten und widmete sich dem Thema Schlauch. Mit einer alten Suonen «Chännla», dem ältesten Schlauch im Wallis, konnten Kinder spielen, Schläuche heben, Formen und Farben entdecken oder beim Schlauchkegeln ihre Geschicklichkeit beweisen. Wer die Aufgaben erfolgreich meisterte, erhielt ein kleines Erinnerungsstück.
Ein gelungener Anlass, der den Feuerwehrgedanken auf lebendige und erlebbare Weise in die Bevölkerung trug.
30.09.2025 - 15:00Uhr
Bei einem unserer letzten Einsätze hiess es: „Muss die Feuerwehr wirklich mit so vielen Fahrzeugen ausrücken?“ Die Antwort ist eindeutig: Ja. Aber nur, wenn es nötig ist.
Unsere Fahrzeuge sind im Grunde wie ein rollendes Feuerwehrlokal. Jedes einzelne ist vollständig ausgerüstet, damit wir im Ernstfall sofort einsatzbereit sind – vom Lüfter über Pumpen und Leitern bis hin zu sämtlichen Werkzeugen und Schläuchen. Mehrere Fahrzeuge heissen also nicht, dass wir übertreiben, sondern dass wir effizient und ohne Zeitverlust arbeiten können.
Gleichzeitig gilt: Wir schicken nicht automatisch alle Fahrzeuge los. Im Feuerwehrlokal bleibt bei einer Alarmierung ein Verantwortlicher zurück. Dieser steht im direkten Kontakt mit dem Einsatzleiter vor Ort und schickt nur die Fahrzeuge und das Personal nach, die wirklich gebraucht werden. So verhindern wir, dass wir uns selbst blockieren und bleiben jederzeit flexibel.
Unsere gestaffelte Anfahrt sorgt dafür, dass das erste Fahrzeug die Lage erkundet und sofort erste Massnahmen trifft. Weitere Fahrzeuge folgen nur mit dem Material, das erforderlich ist.
Auch die Sichtbarkeit spielt eine entscheidende Rolle: Mehr Fahrzeuge mit eingeschaltetem Warnsignal machen den Verkehr auf uns aufmerksam und erhöhen die Sicherheit unserer Einsatzkräfte.
Und schliesslich müssen wir uns oft aufteilen: Bei Verkehrsumleitungen oder Flächenbränden braucht es Teams an mehreren Stellen gleichzeitig. Genau deshalb ist es wichtig, dass wir mit ausreichend Fahrzeugen ausgerüstet und einsatzbereit sind.
Kurz gesagt: Wir rücken nicht mit „zu viel“ aus, sondern mit genau dem, was es braucht, um Ihre Sicherheit zu garantieren.
06.06.2025 - 12:00Uhr
In der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 2025 sorgte die Feuerwehr für grosses Kino – im wahrsten Sinne des Wortes. Auf dem Flugfeld in Raron unterstützten wir die Dreharbeiten zum französischen Kinofilm J'oublierai ton nom, in dem Vanessa Paradis die Hauptrolle spielt.
Für eine Szene mit nächtlichem Regen liessen wir es ordentlich tröpfeln: Mit Hohlstrahlrohren und Wasserwerfern erzeugten wir die passende Stimmung für einen ersten technischen Ablauf – eine Art filmischer Wetterbericht, sanft aus dem Strahl gezaubert.
Bereits im Frühling hatten wir für den Spielfilm A Happy Family ähnliche Effekte umgesetzt. Offenbar hat sich unser „handgemachter Regen“ herumgesprochen – wer weiss, next step: Hollywood?
Wir danken dem Filmteam für die angenehme Zusammenarbeit und freuen uns, einmal mehr gezeigt zu haben: Feuerwehr kann mehr als nur Feuer löschen.
23.03.2025 - 14:00Uhr
Und Action! - Heute tauschte die Feuerwehr Raron-Niedergesteln Blaulicht gegen Filmlicht: Für eine Szene im kommenden Spielfilm A Happy Family durften wir eine Einsatzfahrt inszenieren – und unser Löschfahrzeug wurde kurzerhand zum Filmstar auf vier Rädern.
Mit blinkendem Blaulicht fuhren wir stilecht durch die Linse der Filmcrew – alles natürlich abgesprochen und gesichert. Für unsere Mannschaft eine besondere Gelegenheit, einmal nicht zu löschen, sondern zu glänzen.
Ein spannender Perspektivenwechsel und ein unvergesslicher Tag, bei dem Feuerwehralltag auf Filmfantasie traf. Wir sind gespannt, wie viel Blaulicht es am Ende auf die Leinwand schafft!
04.02.2025 - 09:00Uhr
Dieses Jahr wurde die Agathaübung bereits am Samstag, den 3. Februar, durchgeführt – und das sogar vor dem üblichen Termin am 5. Februar. Diese frühere Durchführung ermöglichte es einer grösseren Zahl an Teilnehmern, an der Übung teilzunehmen, was zu einer Rekordbeteiligung führte.
Die Übung umfasste mehrere Lektionen, in denen verschiedene Themen und Tätigkeiten intensiv wiederholt, geübt und praktisch umgesetzt wurden. Dabei konnten die Teilnehmer ihr Wissen auffrischen und ihre Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen weiter vertiefen.
Im Anschluss an die Übung fand die jährliche Generalversammlung des Feuerwehrvereins statt. Bei einem gemütlichen Abendessen liessen die Mitglieder gemeinsam den ereignisreichen Tag ausklingen und nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen und auf die vergangenen Monate zurückzublicken.
19.01.2025 - 10:00Uhr
Am Samstag, 18. Januar 2025, durften wir die Jugicrew aus dem Jugendlokal in Raron bei uns begrüssen. Im Rahmen dieses Besuchs haben wir das Löschen mit Kleinlöschgeräten geübt und dabei auch auf die damit verbundenen Gefahren hingewiesen.
Nach der praktischen Übung hatten wir die Gelegenheit, unser Feuerwehrlokal vorzustellen. Anschliessend wurde uns das Jugendlokal präsentiert, wo wir gemeinsam besprochen haben, was im Falle eines Brandes zu tun ist und wo die wichtigsten Hilfsmittel zu finden sind.
Wir bedanken uns herzlich für den Besuch und hoffen, dass die Feuerlöscher erst beim nächsten Training wieder zum Einsatz kommen!
01.01.2025 - 00:00Uhr
Auch im Jahr 2024 stand die Feuerwehr Raron-Niedergesteln rund um die Uhr bereit, um bei Notfällen schnell und effizient zu handeln. Hier präsentieren wir einige beeindruckende Fakten und Statistiken aus unserem Einsatzjahr.
Im Jahr 2024 wurden wir insgesamt 48 Mal alarmiert. Besonders auffällig war, dass mehr als die Hälfte der Einsätze in den Sommermonaten Juni bis August stattfanden – insgesamt 16 Alarme in dieser Zeit.
64 % aller Alarme erfolgten ausserhalb der üblichen Bürozeiten (7-12 Uhr und 13-17 Uhr). Dies zeigt, dass unsere Feuerwehrleute auch nachts und an Wochenenden jederzeit bereit sind, um zu helfen.
Im Juni hatten wir die höchste Alarmierungsrate mit sieben Einsätzen.
Die Monate April und November blieben hingegen ohne Alarmierungen.
Unsere Einsätze deckten ein breites Spektrum an Notfällen ab:
25 % der Einsätze betrafen Ölwehr-Massnahmen.
21 % der Einsätze waren auf Wasserereignisse zurückzuführen.
18 % der Einsätze galten Unfällen.
Weitere häufige Einsätze betrafen Brandmeldeanlagen (11 %) sowie tatsächliche Brände (7 %).
Ein besonderes Ereignis war der Brand bei der Autoverwertung in Niedergesteln. Dabei unterstützten uns auch die Feuerwehren von Gampel-Steg, Visp und Lonza, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Beim zweiten Hochwasser-Ereignis im Jahr mussten insgesamt 180 Personen evakuiert werden. Unsere Feuerwehr zeigte auch in solchen Extremsituationen hohe Professionalität und Einsatzbereitschaft.
Unsere Feuerwehrleute leisteten im vergangenen Jahr beeindruckende 3500 Stunden Arbeit. Dies umfasst sowohl Einsätze als auch Übungen, um stets optimal vorbereitet zu sein.
Insgesamt wurde an 41 Tagen geübt, um die Einsatzbereitschaft und Kompetenz kontinuierlich zu verbessern.
Die Alarmierungen wurden nach dem benötigten Personal gestaffelt:
82 % der Einsätze konnten mit einer kleinen Gruppe von 4 bis 8 AdF (Angehörige der Feuerwehr) bewältigt werden.
7 % der Einsätze erforderten 8 bis 12 AdF.
11 % der Einsätze machten den Einsatz der gesamten Feuerwehr notwendig.
Mit grossem Einsatz und Engagement war die Feuerwehr Raron-Niedergesteln auch 2024 stets zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wurde. Egal ob Brand, Hochwasser oder technische Hilfeleistung – wir stehen der Bevölkerung immer zu 118 % zur Seite.
Wir wünschen allen ein sicheres Jahr 2025 und versichern: Wir sind immer für euch da!
